Geschichte Robert Bosch

über den Tod hinaus

Robert Boschs Verm?chtnis

6 Minuten

Robert Bosch legte in seinem Testament fest, dass das Unternehmen auch nach seinem Tod in seinem Sinne weitergeführt werden sollte. Er ebnete damit den Weg zur heutigen Unternehmensverfassung, die auf seinen Wünschen beruht: der dauerhaften Sicherung der unternehmerischen Selbstst?ndigkeit, der Verbindung der Familie zum Unternehmen und der Verwendung der Dividende für das Gemeinwohl.

Das Verm?chtnis

Robert Bosch kurz vor seinem Tod, 1942.
Robert Bosch kurz vor seinem Tod, 1942.

Anl?sslich seines 80. Geburtstags formulierte Robert Bosch seinen Wunsch für die Zeit nach ihm: ?Pflegen Sie diesen Geist der Hingabe an die gemeinsame gro?e Aufgabe […] immerdar zum Wohle aller Betriebsangeh?rigen und zum Wohle des Unternehmens selbst, das mir als Werk meines Lebens teuer ist.“

In seinem Testament hinterlie? Robert Bosch genaue Richtlinien, wie das Unternehmen nach seinem Tod in seinem Sinne weitergeführt werden sollte. Diese ebneten den Weg zur heutigen Unternehmensverfassung, deren Grundlage die dauerhafte Sicherung der unternehmerischen Selbstst?ndigkeit, die Verbindung der Familie mit dem Unternehmen und die Verwendung der Dividende für das Gemeinwohl ist.

Robert Bosch hatte 1921 die Verm?gensverwaltung Bosch GmbH gegründet, die seine Anteile am Unternehmen verwaltete und seine gemeinnützigen Aktivit?ten bündelte. 1964 erwarb die Robert Bosch Stiftung von den Erben die Kapitalmehrheit an der Robert Bosch GmbH und übertrug die Stimmrechte auf die neu gegründete Robert Bosch Industriebeteiligung GmbH, Vorl?ufer der heutigen Robert Bosch Industrietreuhand KG, die damit die unternehmerische Gesellschafterfunktion ausübt. Die Robert Bosch Stiftung GmbH setzt die gemeinnützigen Ziele von Robert Bosch in zeitgem??er Form um und nutzt die ihr zuflie?ende Dividende in seinem Sinne.

Das von Robert Bosch bestimmte Gremium der Testamentsvollstrecker war für die Umsetzung des Testaments zust?ndig. Am Kopfende der Tafel sitzen Sohn Robert Bosch und Hans Walz (2. und 3. v. l.), 1954.
Das von Robert Bosch bestimmte Gremium der Testamentsvollstrecker war für die Umsetzung des Testaments zust?ndig. Am Kopfende der Tafel sitzen Sohn Robert Bosch und Hans Walz (2. und 3. v. l.), 1954.
Ein schlichter notariell beurkundeter Vertrag dokumentiert die Gründung der Robert Bosch Stiftung am 26. Juni 1964.
Ein schlichter notariell beurkundeter Vertrag dokumentiert die Gründung der Robert Bosch Stiftung am 26. Juni 1964.
Die Stiftungs-Urkunde wurde in der Breitscheidstra?e, dem damaligen Sitz der Hauptverwaltung, unterzeichnet, 1964.
Die Stiftungs-Urkunde wurde in der Breitscheidstra?e, dem damaligen Sitz der Hauptverwaltung, unterzeichnet, 1964.
Seit 1986 sitzt die Robert Bosch Stiftung im früheren Wohnhaus von Robert Bosch in der Heidehofstra?e in Stuttgart, 2005. ? Peter Walser
Seit 1986 sitzt die Robert Bosch Stiftung im früheren Wohnhaus von Robert Bosch in der Heidehofstra?e in Stuttgart, 2005. ? Peter Walser

Selbst viele Jahrzehnte nach seinem Tod im Jahr 1942 durchdringen die von Robert Bosch vorgelebten Werte und Denkweisen ein Unternehmen, das weltweit pr?sent ist und heute mehr als 390 000 Frauen und M?nner besch?ftigt. Gro?en Anteil daran hatten die ihm nachfolgenden Vorsitzenden der Gesch?ftsführung, die seine Werte und Ideen weiter entwickelten.

Links: Hans Walz, 1949. Rechts: Hans L. Merkle, 2000. ? E. Fiegel / Süddeutsche Zeitung Photo
Links: Hans Walz, 1949. Rechts: Hans L. Merkle, 2000. ? E. Fiegel / Süddeutsche Zeitung Photo
Links: Marcus Bierich, um 1984. ? E. Fiegel / Süddeutsche Zeitung Photo. Rechts: Herrmann Scholl, 2012.
Links: Marcus Bierich, um 1984. ? E. Fiegel / Süddeutsche Zeitung Photo. Rechts: Herrmann Scholl, 2012.
Links: Franz Fehrenbach, 2009. Rechts: Volkmar Denner, 2012.
Links: Franz Fehrenbach, 2009. Rechts: Volkmar Denner, 2012.

Sonderheft

Sonderheft 1: Robert Bosch – Leben und Werk

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